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Erste deutsche Medaille bei den European Championships

Erste deutsche Medaille bei den European Championships

| Lesedauer: 3 Minuten

Die wichtigsten Fakten zu den European Championships

Bis zum 21. August treten Athletinnen und Athleten bei den European Championships in 177 Medaillenentscheidungen gegeneinander an. Welche Sportarten sind dabei? Wo finden die Wettkämpfe statt? Die Antworten auf die wichtigsten Fragen zu der Großveranstaltung.

Quelle: SID

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Am Donnerstag wurden in München die European Championships eröffnet. Gleich am Freitag gab es die ersten Medaillen für die Gastgeber. Den Anfang machte eine 20-jährige Oldenburgerin, die niemand auf dem Zettel hatte. Anschließend räumten die Bahnradfahrerinnen ab.

Nachdem Kim Lea Müller für die erste deutsche Medaille bei den European Championships in München gesorgt hatte, war sie selbst völlig überrascht. „So ganz habe ich es noch nicht realisiert. Ich habe auch nicht daran geglaubt“, sagte die 20-Jährige, nachdem sie im BMX Freestyle überraschend den zweiten Platz belegt hatte. Nach zwei starken Läufen war nur die Tschechin Iveta Miculycova besser als die Oldenburgerin.

Für Müller, die auf 78,6 Punkte kam, war es die erste internationale Medaille. Dabei war aus deutscher Sicht eigentlich Lara Lessmann die große Medaillenkandidatin, doch nach kleineren Fehlern musste sie sich mit 75,3 Punkten mit Platz vier begnügen.

Auf den Kopf gestellt: Kim Lea Müller fuhr in München auf den zweiten Platz

Auf den Kopf gestellt: Kim Lea Müller fuhr in München auf den zweiten Platz

Quelle: dpa/Angelika Warmuth

„BMX ist noch nicht so bekannt. Dadurch, dass es hier dabei ist, kriegen es mehr Leute mit, wie cool BMX ist“, ergänzte Müller, die die Prämie von 1500 Euro für ihren bald anstehenden dreimonatigen Australien-Urlaub gut gebrauchen kann.

Stolz und überrascht: Kim Lea Müller aus Oldenburg

Stolz und überrascht: Kim Lea Müller aus Oldenburg

Quelle: dpa/Angelika Warmuth

Bahnradfahrerinnen im Goldrausch

Anschließend war auf die deutschen Bahnrad-Asse Verlass. Die Sprinterinnen Lea Sophie Friedrich, Pauline Grabosch und Emma Hinze gewannen bei den Europameisterschaften in München die zweite Goldmedaille für Deutschland. Die Olympia-Zweiten von Tokio bezwangen im Finale das Trio aus den Niederlanden in 38,061 Sekunden. Zuvor hatte der Vierer der Frauen bereits den EM-Titel gewonnen. Platz drei sicherten sich die Polinnen durch einen Erfolg im kleinen Finale gegen Frankreich.

Goldenes Trio: Pauline Sophie Grabosch (rechts), Lea Sophie Friedrich (links) und Emma Hinze (Mitte)

Goldenes Trio: Pauline Sophie Grabosch (rechts), Lea Sophie Friedrich (links) und Emma Hinze (Mitte)

Quelle: dpa/Soeren Stache

Überschattet wurde die Qualifikation für die Endläufe durch einen spektakulären Sturz von Mitfavorit Großbritannien. Durch einen technischen Fehler kamen Sophie Capewell und Emma Finucane ausgangs der ersten von drei Runden zu Fall und mussten mehrere Minuten auf der Bahn medizinisch behandelt werden. Beiden Fahrerinnen gehe es jedoch gut und sie würden stärker zurückkommen, teilte der britische Radsport-Verband mit.

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Gute Chancen auf Edelmetall haben auch die deutschen Kletterer. Alexander Megos (Erlangen) und Yannick Flohé (Aachen) präsentieren sich weiter in starker Form. Einen Tag nach dem Erreichen des Boulder-Halbfinals qualifizierten sich die Top-Athleten des Deutschen Alpenvereins (DAV) am Freitag auch für die Vorschlussrunde im Lead. Megos gewann dabei die Qualifikation vor dem mehrmaligen tschechischen Weltmeister Adam Ondra, Flohé wurde Dritter.

Sebastian Halenke (Schwäbisch Gmünd) und Philipp Martin (Allgäu-Kempten) verpassten als übrige DAV-Starter die Runde der besten 26 am Sonntag.

Lead bezeichnet das klassische Vorstiegsklettern am Seil. Die Athleten versuchen, eine definierte Route in vorgegebener Zeit sturzfrei zu durchklettern beziehungsweise höher als die Konkurrenz zu kommen. Megos gewann bei der WM in Japan 2019 bereits Silber in dieser Disziplin und holte vor wenigen Wochen Bronze im Weltcup.

Neues Kombinationsformat „Boulder & Lead“

Bei den Damen erreichten Hannah Meul (Rheinland-Köln) und Alma Bestvater (Weimar) das Halbfinale im Bouldern. Leonie Lochner (München-Oberland), Roxana Wienand (Aschaffenburg) und Afra Hönig (Landshut) scheiterten in der Qualifikation. Der DAV startet mit insgesamt 20 Athleten bei der EM, die im Rahmen der European Championships stattfindet. Neben den Einzeldisziplinen Speed, Bouldern und Lead wird das neue Kombinationsformat „Boulder & Lead“ ausgetragen, das auch bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris im Programm ist.

Triathletin Laura Lindemann hat bei den Europameisterschaften den erhofften Titel über die Kurzdistanz verpasst. Die 26-Jährige sicherte sich nach 1500 Metern Schwimmen, 40 Kilometern Radfahren und zehn Kilometern Laufen immerhin Silber. Neun Sekunden nach der neuen Titelträgerin Non Stanford aus Großbritannien setzte sich die Potsdamerin im Schlussspurt gegen die Französin Emma Lombardi durch. Lindemanns Clubkollegin Nina Eim kam nach einem starken Rennen auf den vierten Platz vor der favorisierten Französin Cassandra Beaugrande.

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